Aktuelle Informationen zum Thema Ausbildung

In dieser Rubrik finden Sie Aktuelles rund um das Thema Ausbildung!

Die Ausbildung - Weltklasse aus NRW

NRW startet Kampagne für duale Ausbildung

Arbeitsminister Rainer Schmeltzer hat gemeinsam mit IHK-NRW-Präsident Ralf Kersting den Startschuss für die Kampagne „In drei Jahren Weltklasse“ gegeben.

Mit der Kampagne soll die Attraktivität der beruflichen Ausbildung in Nordrhein-Westfalen herausgestellt werden. „Die duale Ausbildung hat in Deutschland eine lange Tradition und genießt weltweit eine hohe Anerkennung“, sagte Minister Schmeltzer in Düsseldorf. „Mit der Kampagne zeigen wir, wie einzigartig und reizvoll der Ausbildungsberuf bei uns ist.“

Ab Dienstag, den 5. April 2016, werden an 600 Stellen in NRW Großflächenplakate aufgestellt oder geklebt. Auf den Bildern sind „echte“ Auszubildende in ungewöhnlicher, aber realer Arbeitsumgebung zu sehen. Mit der Aktion sollen Jugendliche, Eltern und Unternehmen gleichermaßen angesprochen werden. „Die duale Ausbildung ermöglicht jungen Menschen den Einstieg in Beruf und Karriere“, sagte Minister Schmeltzer. „Betriebe sollten die Chance konsequent weiter nutzen, ihren Fachkräftebedarf zu sichern.“

http://www.weltklasse-aus-nrw.de/

IHK-Fachkräftemonitor und Demografierechner

Das Bewusstsein, dass durch den demografischen Wandel große Herausforderungen auf die Betriebe zukommen, ist gewachsen. Aber erst, wenn man sich die Fachkräfteentwicklung konkret vor Augen führt und die Folgen für den Personalbestand im eigenen Betrieb erkennt, wird die volle Wucht der zukünftigen Entwicklung deutlich.

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Am wichtigsten ist das Betriebsklima

Müsste man das Ergebnis der Umfrage unter Schülern, was ihnen an einem Ausbildungsbetrieb wichtig ist in einem Satz zusammenfassen, so stünde da, dass das Betriebsklima die größte Bedeutung für junge Menschen hat. Das Berufskolleg Max-Weber in Düsseldorf hat in seinem Ausbildungsgang „Fachangestellte für Markt- und Sozialforschung“ im Auftrag der nordrhein-westfälischen IHKs eine repräsentative Befragung von Schülern in Nordrhein-Westfalen durchgeführt, um zu ermitteln: „Was erwarten Schülerinnen und Schüler von einem Ausbildungsbetrieb?“.

Hier einige Ergebnisse der Befragung:

  1. 95 Prozent der Schülerinnen und Schüler halten ein positives Image des Betriebes für sehr wichtig bzw. wichtig.
  2. Ca. 83 Prozent halten es für wichtig bzw. sehr wichtig dem Betrieb bereits im Vorfeld zu kennen.
  3. Gut 83 Prozent halten es für sehr wichtig von den Kollegen respektiert zu werden und 15 Prozent empfinden dies immer noch als wichtig.
  4. Auch die gute Integration ins Team ist für rund 80 Prozent sehr wichtig und für 18 Prozent wichtig.
  5. Ähnliches gilt für die Hilfe, die vom Ausbilder kommt – 68 Prozent empfinden diese Hilfe als sehr wichtig und 32 als wichtig.
  6. Auch der Wunsch nach einem geduldigen/verständnisvollem Ausbilder wird von annähernd 70 Prozent der Befragten hoch eingeschätzt und von ca. 30 Prozent als wichtig angesehen. 
  7. Einen sehr hohen Stellenwert nimmt auch die gute Prüfungsvorbereitung ein.
  8. Ebenso wichtig ist es insgesamt für die Schülerinnen und Schüler, dass Überstunden bezahlt werden bzw. durch Freizeit ausgeglichen werden.
  9. Die Frage des Gehalts hingegen ist nur für 30 Prozent sehr wichtig und für annähernd 52 Prozent wichtig.
  10. Bei der Suche nach einem Praktikumsplatz zeigt sich eine hohe Selbstständigkeit der Befragten. Etwa knapp 48 Prozent haben ihren Praktikumsplatz selbst gesucht, nicht mal 9 Prozent haben ihn durch die Schule vermittelt bekommen und ca. 8 Prozent haben den Praktikumsplatz durch Vermittlung der Eltern gefunden.
  11. Interessant ist auch das Ergebnis zu der Frage, wo sich Schüler über Berufe informieren. Ganz oben steht das Internet gefolgt von den Eltern/Verwandten und im Weiteren der Schule/Lehrer, schließlich das Jobcenter/BIZ und dann der Kontakt zu Freunden. Danach folgt mit großem Abstand die Information aus Zeitungen bzw. Zeitschriften. 
  12. Der Blick auf die Zeit nach der Ausbildung macht deutlich, dass das Sicherheitsdenken sehr bei den Jugendlichen ausgeprägt ist. Die Übernahmemöglichkeit, die Möglichkeit aufzusteigen, der sichere Arbeitsplatz und die Weiterbildungsmöglichkeiten werden von den Schülern sehr hoch eingeschätzt.

Als Fazit lässt sich feststellen, dass gerade die besseren Ausbildungsplatzbewerber nur dann zu erreichen und zu halten sind, wenn sie erwarten können, dass sie sich in dem Betrieb wohl fühlen und als vollwertige Mitglieder des Systems betrachtet werden. Ausbildungsbetriebe, die dies vermitteln können und dazu vorrangig die elektronischen Medien benutzen, werden im Wettbewerb um die guten Nachwuchskräfte im Vorteil sein.