Um ausbilden zu können, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt werden:

Betriebliche Eignung

Kenntnisse und Fertigkeiten, die einem bestimmten Berufsbild entsprechen, sollen in der Praxis des Betriebes vermittelt werden können. Es kommt also auf Art und Umfang der Produktion, des Sortiments und der Dienstleistung eines Unternehmens an. Im Einzelfall können über eine Kooperation - beziehungsweise einen Ausbildungsverbund - Hemmnisse überwunden werden.

Persönliche Eignung

Die persönliche Eignung ist nur dann nicht gegeben, wenn jemand Kinder und Jugendliche nicht beschäftigen darf (z. B. wegen besonderer Straftaten) oder wiederholt oder schwer gegen das Berufsbildungsgesetz verstoßen hat.

Fachliche Eignung

Fachlich geeignet ist, wer die erforderlichen beruflichen Fertigkeiten und Kenntnisse und die erforderlichen berufs- und arbeitspädagogischen Kenntnisse besitzt (§30 BBiG). Für Ausbilder und Ausbilderinnen im Bereich der Industrie- und Handelskammern gilt, dass die beruflichen Fertigkeiten und Kenntnisse derjenige besitzt, der eine Abschlussprüfung in einer dem Ausbildungsberuf entsprechenden Fachrichtung bestanden hat. Bestimmte Prüfungen (z. B. von Hochschulen, Fachhochschulen oder anderen Prüfungsbehörden) können in Verbindung mit praktischer Berufstätigkeit die Abschlussprüfung ersetzen. In Ausnahmefällen (besondere Bildungswege, lange Bildungserfahrung) kann die IHK eine Befreiung aussprechen. Die berufs- und arbeitspädagogische Eignung ist grundsätzlich durch die Ablegung einer Prüfung (z.B. Meister- oder Ausbilderprüfung) nachzuweisen. Für jeden bietet die IHK ein passendes Angebot. Sie können sich zur Ausbilder-Eignungsprüfung bei Ihrer IHK über ein Anmeldeformular anmelden. Des Weiteren werden auch entsprechende Vorbereitungslehrgänge von verschiedenen Bildungsträgern angeboten. Hier können Sie Vollzeit, oder berufsbegleitende oder online-Kurse besuchen, um sich auf die Prüfung vorzubereiten.