Gesundheitscampus Nordrhein-Westfalen

Der Gesundheitscampus Nordrhein-Westfalen soll die Akteure des Gesundheitssektors im Land vernetzen, ihre Kompetenzen zusammen bringen und strategisch weiter entwickeln. Er bietet die dazu notwendigen Plattformen und arbeitet institutionsübergreifend mit Partnern im ganzen Land zusammen. Der Gesundheitscampus verzahnt die Gesundheitspolitik mit Wissenschaft, Forschung und Lehre sowie mit der Wirtschaft.

Das Profil des Gesundheitscampus Nordrhein-Westfalen sieht insbesondere die Ansiedlung von Einrichtungen der Medizintechnik, der Telematik, der Versorgungsforschung und der internationalen Gesundheitswirtschaft vor – Neugründungen sind mehr als willkommen. Damit vereint er Schlüsselbranchen der hoch innovativen Gesundheitstechnologie. Auch die bundesweit erste Hochschule für Gesundheit in staatlicher Trägerschaft wird ihren Sitz auf dem Gesundheitscampus Nordrhein-Westfalen haben.

Kooperationen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft sollen auf dem Areal des Gesundheitscampus Nordrhein-Westfalen dazu führen, das Spektrum von Versorgung, Forschung und Entwicklung aufgrund der demografischen Herausforderungen zu erweitern. Daher sollen die überwiegend interdisziplinären Forschungsprojekte durch Konsortien gefördert werden.

„Gesundheitsorientierte Kompetenzen bündeln, Kooperationen fördern, Synergien und Strategien entwickeln“ – mit diesen Strategien wird der Gesundheitscampus Nordrhein-Westfalen …

  • Erkrankungen gezielter erforschen,
  • die Bereitstellung von Informationen über Krankheiten bedarfsgerechter gestalten,
  • die bundesweit beste Prävention und medizinisch-pflegerische Versorgung bieten sowie
  • Gesundheit in allen Lebensbereichen fördern.

Zum integrativen Konzept des Gesundheitscampus gehört auch der BioMedizinPark Bochum – eine kommunale Ansiedlungsfläche für gesundheitswirtschaftliche Unternehmen. Durch zahlreiche Anknüpfungspunkte zu den auf dem Campus beheimateten Einrichtungen ist der Gesundheitscampus für Unternehmen der Gesundheitswirtschaft ein attraktiver Kristallisationspunkt.

Bislang sind bzw. werden folgende Einrichtungen auf dem Gesundheitscampus Nordrhein-Westfalen angesiedelt:

Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen

Im Rahmen eines partnerschaftlichen Miteinanders wird von Bochum aus die weitere Verzahnung von Gesundheitspolitik mit Wissenschaft, Forschung und Lehre einerseits und Wirtschaftsförderung andererseits auf dem Gesundheitscampus mit Leben gefüllt.
Das Landeszentrum berät und unterstützt die Landesregierung, die Behörden und Einrichtungen des Landes Nordrhein-Westfalen sowie die Gemeinden und Gemeindeverbände in Fragen der Gesundheit, der Gesundheitspolitik, der Versorgungsstrukturentwicklung und der Gesundheitswirtschaft.

Hochschule für Gesundheit (hsg)

Seit September 2010 bietet Deutschlands erste staatliche Hochschule für Gesundheitsfachberufe in Bochum u. a. Bachelor-Studiengänge für Ergotherapie, Hebammenwissenschaft, Logopädie, Pflege und Physiotherapie an.

ZTG Zentrum für Telematik und Telemedizin GmbH

Aufgabe des ZTG ist es, Telematik-Lösungen in der Gesundheitsversorgung zu entwickeln, sie einzuführen und zu verbreiten. Das ZTG ist eine Public Private Partnership (PPP) zwischen Informations- und Kommunikationstechnologie-Anbietern, Institutionen und Organisationen des Gesundheitswesens sowie Forschungsunternehmen.

Krebsregister NRW

Das Krebsregister NRW ist eine Einrichtung zur zentralen Erfassung, Speicherung und Interpretation von Informationen zu Krebserkrankungen.

Europäisches Protein Forschungszentrum (PURE)

Das noch zu gründende PURE wird in Bochum spezifische, diagnostisch valide Proteinmarker entwickeln. Sein Entwicklungsfokus liegt auf Krebserkrankungen und neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer.

Elektronisches Berufe-Register für Gesundheitsfachberufe (eGBR)

Sobald in Deutschland die elektronische Gesundheitskarte eingeführt und eine Telematik-Infrastruktur aufgebaut wurde, wird das eGBR zuständig sein für die Herausgabe elektronischer Heilberufs und Berufsausweisen an sogenannte „sonstige Leistungserbringer im Gesundheitswesen“.

Clustermanagement Gesundheitswirtschaft NRW

Das Clustermanagement Gesundheitswirtschaft NRW vernetzt die Akteure in den Regionen Aachen, Köln/Bonn, Münsterland, Ostwestfalen-Lippe, Südwestfalen und Metropole Ruhr. Es treibt Themen wie Innovationen im Krankenhaus sowie Rehabilitation und Gesundheitsvorsorge voran.

MedEcon Ruhr e.V.

Der MedEcon Ruhr e.V. bietet auf dem Gesundheitscampus Management- und Beratungsdienstleistungen an und betreut die gesundheitswirtschaftlichen Netzwerke im Ruhrgebiet.