2. IHK-Handelstag NRW am 27. September 2013 in Münster

Das Internet-Zeitalter revolutioniert auch den Einzelhandel. Eine Reihe von Fragen schwebt deshalb derzeit unbeantwortet im Raum: Ist der Onlinehandel nur eine Momentaufnahme oder die Zukunft des Einzelhandels? Gibt es für den klassischen stationären Einzelhandel noch Raum und Nachfrage? Ist eine friedliche Koexistenz denkbar? Oder ist das Miteinander von Klassik und Moderne geradezu der Idealfall für jeden Konsumenten? Das Spektrum der Antworten ist so diffus wie die Fragestellung. Fakt ist: Die Umsätze im Onlinehandel steigen stetig. Das Einkaufen wird smarter. Der Reiz, den Weg in die gewachsenen Einzelhandelsstandorte durch die bequeme Nutzung von Smartphones und Tablets zu ersetzen, nimmt offenkundig zu. 24 Stunden geöffnet, an 365 Tagen im Jahr – das Internet macht’s möglich. Erste deutliche Auswirkungen sind in einzelnen Sortimentsbereichen bereits spürbar.

Die Diskussion beschäftigt aber nicht nur den Einzelhandel, sondern gewinnt auch für die Stadtentwicklung immer mehr an Bedeutung. Mittlerweile wird immer häufiger die Frage gestellt, ob und wie sich die prognostizierte Bedeutungszunahme des Onlinehandels auf die gewachsenen Einzelhandelsstandorte auswirken muss. Von Bedeutungsverlust der Innenstädte und Stadtteilzentren ist die Rede, von massiven Leerständen über alle Vertriebsformen und Betriebsgrößen hinweg. Handelt es sich hierbei noch um eine perspektivische Eventualität, ist die Neupositionierung des stationären Einzelhandels gegenüber dem virtuellen Wettbewerber heute schon zwingende Notwendigkeit.

So gesehen ist es nur konsequent, dass IHK NRW – Die Industrie- und Handelskammern in Nordrhein-Westfalen e.V. diese spannenden Fragen in den Mittelpunkt des 2. IHK-Handelstags NRW stellen. Dabei ist uns daran gelegen, zu einer differenzierteren Betrachtung und zu einer Versachlichung der aktuellen Debatte beizutragen. Oder stehen wir tatsächlich nur vor der Frage: entweder, oder..?

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