INSIKA Ländervorstoß für manipulationssichere Registrierkassen

In der jüngsten Vergangenheit haben Betriebsprüfer wiederholt Manipulationen an elektronischen Registrierkassen in bargeldintensiven Branchen aufgedeckt, welche durch den Einsatz illegaler „Zapper“-Software (Apotheker-Fälle), aber auch durch nachträgliche Storno-Buchungen (z. B. „Azubi-Taste“ in Gastronomieunternehmen) bewirkt wurden.
Die Größenordnung der hierdurch ausgelösten Steuerausfälle ist nicht abschätzbar: Vom Finanzministerium NRW und dem Bundesrechnungshof (BRH) wurden Beträge zwischen 5 und 10 Mrd. Euro (Umsatzsteuer und Einkommensteuer) prognostiziert. Diese Zahlen beruhen jedoch auf nicht plausiblen Hochrechnungen einer OECD-Studie zu Kassenmanipulationen im Gastronomiegewerbe in Québec.
In einer gemeinsam eingerichteten Arbeitsgruppe "INSIKA" konnten sich Bund und Länder jedoch wegen der erheblichen Belastungen für Unternehmen nicht auf die verpflichtende Implementierung des von den Ländern favorisierten INSIKA-Konzeptes „INtegrierte SIcherheitslösung für messwertverarbeitende KAssensysteme“ verständigen.

Ausführliche Informationen finden Sie rechts im Infopoint unter "Downloads".