Masterplan Universität - Stadt - Bochum

Der u.a. von der Stadt, der IHK und den Hochschulen aufgelegte „Masterplan Universität - Stadt” will das Potenzial Bochums als Hochschulstadt und Wissenschaftsstandort befördern.

Was verbindet Bochum eigentlich mit dem Campus in Querenburg? Und was die Universität oder die Fachhochschule mit der Stadt? – Das sind Fragen, auf die es nicht unbedingt eindeutige Antworten gibt. Immer noch wird etwa die Ruhr-Uni als „Raumschiff” wahrgenommen, das irgendwann irgendwo in Querenburg gelandet ist und dort ein so bemerkenswertes wie zurückgezogenes Eigenleben führt. Um mit solchen Vorurteilen aufzuräumen, wurde der Masterplan „Universität – Stadt” aus der Taufe gehoben.

Mit dem Masterplan werden zwei wichtige Potenziale der Stadt, die Ruhr-Universität Bochum und die Innenstadt, über Universitätsstraße verbunden. Hier entstanden und entstehen Immobilien, die die Endpunkte der Entwicklungsachse Universitätsstraße wie Trittsteine einander näher bringen.

Dabei benennt der Masterplan rund 30 Projektbündel und Einzelmaßnahmen, die im Zusammenhang mit der Selbstdarstellung einer zukünftigen „Universitätsstadt Bochum” relevant sein könnten. Dazu gehören die enormen Umbau- und Sanierungsprojekte an der Ruhr-Uni selbst. Dazu gehören aber auch Entwicklungen, wie sie sich an der Peripherie der Hochschule(n) abzeichnen, etwa die Bauvorhaben, die entlang der Universitätsstraße, die bekanntlich die Innenstadt mit dem Hochschulquartier verbindet, ins Auge fasst – so das Exzenter-Hochhaus oder der Dienstleistungs- und Sportstandort neben der neuen Erich-Kästner-Schule. Auch die Umbau- und Sanierungszonen am Lennershof und in der inneren Hustadt gehören dazu. Und nicht zuletzt der Gesundheitscampus NRW, der westlich der RUB entsteht.

Dabei ist der Masterplan kein Bebauungsplan, sondern ein Konzept, eine Art Regiebuch, das Ansätze, Projekte und Vorhaben aufzeigt, in welche Richtung die Entwicklung in Zukunft gehen soll. Es gilt, aus den Potentialen der Gegenwart zukünftige gemeinsame Entwicklungsmöglichkeiten aufzeigen, die im Rahmen eines Handlungskonzeptes realisiert werden sollen.

Dabei visualisiert das städtebauliche Konzept entlang der Universitätstraße die von den beteiligten Akteuren formulierten Ansprüche und definiert Leitlinien. Kurzum: Es geht um die Urbanisierung der Hochschulen, also die engere Einbindung der Hochschulen in das städtische Leben und das Bochumer Bewusstsein. Das Ziel: Die Stadt muss in Zukunft mehr von den Hochschulen mitbekommen, und umgekehrt.