Ruhr-IHKs und Energieagentur.NRW thematisieren Klimaschutz

„Effiziente Klima- und Kälteanlagen“
Unternehmen stehen beim Klimaschutz einmal mehr in der Verantwortung. Grund dafür sind die vielfältigen energie- und klimapolitischen Vorgaben und Bestimmungen seitens der EU, aber auch auf nationaler Ebene. Eine Vorgabe der EU ist es, bis 2030 die Energieeffizienz um 27% zu verbessern. Dazu hat sie einen zunehmenden Focus auf die Energieeffizienz in Gebäuden gesetzt und beabsichtigt mit der Revision der F-Gas-Verordnung, den Einsatz klimaschädlicher Treibhausgase, die vorwiegend in Kälte- und Klimaanlagen vorkommen, zu beschränken und mittelfristig in größeren Anlagen zu verbieten.

Darüber hinaus haben die Betreiber von Einrichtungen, in denen sich fluorierte Treibhausgase mit einem Treibhausgaspotential von mehr als fünf Tonnen CO2 befinden, diese regelmäßig auf Dichtheit zu überprüfen. Ziel der neuen EU-Verordnung, die wesentlicher Inhalt der gemeinsamen Informationsveranstaltung der Ruhr-IHKs mit der Energieagentur.NRW am 02.12.2014 war, ist es, den derzeitigen Anteil der fluorierten Treibhausgase von zzt. ca. 1 - 2% an den gesamten Treibhausgasemissionen durch den zunehmenden Einsatz natürlicher Kältemittel zu verringern.
 
Daneben wurden aber auch weitere bestehende normative und gesetzliche Vorgaben wie die Energieeinsparverordnung EnEV2009 (Pflicht zur Wärmerückgewinnung ab 4000m3/h oder einer Nennkälteleistung größer 12 kW), das Erneuerbare Energien-Wärmegesetz EEWärmeG (Pflicht zur Nutzung von regenerativen Energien bei Neubauten mit mehr als 50 m² Nutzfläche) und die Eco-Designverordnung insbesondere vor dem Hintergrund der ab 2016 greifenden Pflicht zur Energierückgewinnung angesprochen.

Mit der Einführung einer neuen EU-Norm (IEC 60034-30) für energieeffiziente E-Motoren wird z. B. bereits ab Januar 2015 der Einbau von sogenannten IE3-Motoren mit Premiumwirkungsgraden in der Leistungsklasse von 7,5 bis 375 kW zur Pflicht.

An verschiedenen Beispielen zu dem bereits seit längerem im Lebensmittelbereich eingeführten HACCP-Standard (Hazard Analysis of Critical Control Point) wurde deutlich, dass auch die permanente Fernüberwachung von Kälteanlagen eine  Sensibilisierung der Mitarbeiter bewirkt und eine individuelle, auf Priorität der Störung hin angepasste Störungsbehebung zusätzliche Effizienzgewinne mit sich bringt.

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