IHK-Netzwerk "Pro Energieeffizienz"

Die Netzwerkteilnehmer bei Ihrem Gründungstreffen im September 2015.
© IHK Mittleres Ruhrgebiet

Den Einstieg erleichtern - Treffen am 22.10.2015

Das Netzwerk „Pro Energieeffizienz Mittleres Ruhrgebiet“ ist gestartet: Nach einer Auftaktveranstaltung am 24. September bei der Friedrich Lohmann GmbH in Witten haben die Netzwerkteilnehmer bei einem 1. Folgetreffen am 22. Oktober bei der Stüwe GmbH & Co. KG in Hattingen gemeinsam die Struktur und grundlegende Formalien der Netzwerkarbeit festgelegt.

Deutlich wurde, dass die Unternehmen auch zukünftig von steigenden Energiekosten ausgehen und ein hohes Interesse daran haben, diese Kosten durch das Aufspüren rentabler Möglichkeiten, die Sensibilisierung der Mitarbeiter, organisatorische Maßnahmen oder den Einsatz energieeffizienter Technologien zu senken.

Häufig fehlt es aber noch an der notwendigen Systematik, die wirtschaftlich sinnvollen Maßnahmen zu erkennen und fachlich umzusetzen. Mit diesem neuen Netzwerk möchte die IHK Mittleres Ruhrgebiet gemeinsam mit ihren Netzwerkpartnern, dem Lehrstuhl für Energiesysteme und Energiewirtschaft der Ruhr-Universität Bochum und der Energieagentur NRW, Unternehmen den Einstieg in das Themenfeld Energiemanagement erleichtern und Hilfestellung beim Aufbau einer eigenen Sachkompetenz leisten.

1. Folgetreffen der Netzwerkteilnehmer im Oktober 2015. © IHK Mittleres Ruhrgebiet

Im Vordergrund wird dabei der Erfahrungsaustausch der Netzwerkteilnehmer untereinander, der Know-how-Transfer zur Verbesserung oder Einführung neuer technischer Lösungen zur Effizienzsteigerung und das Kennenlernen bereits existierender Best Practice-Beispiele stehen.

Zudem wurde deutlich, dass es in einigen Unternehmen bereits wertvolle Erfahrungen mit neuen Projekten gibt, von denen die Netzwerkpartner untereinander partizipieren können. Die Netzwerkarbeit wird Anfang nächsten Jahres mit der Aufstellung eines Jahresprogramms für 2016 fortgeführt.

Bei ihrem ersten Treffen in 2016 wird sich das Netzwerk „Pro Energieeffizienz“ darüber hinaus mit den Einsatzmöglichkeiten der LED-Beleuchtungstechnik in Industrie und Gewerbe befassen.

Lichttechnik optimiert - 2. Folgetreffen am 28.01.2016

Bei einem Betriebsrundgang informierten sich die Mitglieder des Netzwerkes über die durchgeführten Einzelmaßnahmen.
© IHK Mittleres Ruhrgebiet

Bei ihrer zweiten Folgeveranstaltung haben sich die Mitglieder des IHK-Netzwerkes „Pro Energieeffizienz“ programmgemäß mit der Optimierung lichttechnischer Anlagen unter Berücksichtigung eines möglichst kurzfristigen ROI befasst. Dazu folgten sie einer Einladung von Marc Zinkler, 1. Braumeister und zugleich Betriebsleiter der Privatbrauerei Moritz Fiege in Bochum. Zu seinen Aufgaben gehören auch die Optimierung und der möglichst störungsfreie Betrieb aller Energieanlagen, wie der Dampfkessel-, Kälte-, Druckluft- und CO2-Rückgewinnungsanlage.

Wenngleich in der Brauerei bereits umfangreiche Erfahrungen bei der Optimierung verschiedener Energieanlagen vorlagen, stellte sich die Situation bezüglich der Optimierung der Leuchtmittel – vor dem Hintergrund der unterschiedlichen lichttechnischen Anforderungen im gesamten Betrieb – sehr heterogen dar. Um dieser Umstellung auch möglichst kosteneffizient Rechnung tragen zu können, erfolgte zunächst eine detaillierte Aufnahme aller Beleuchtungssituationen, woran sich eine Kosteneffizienzanalyse mit abschließender kaufmännischer Planung anschloss.

Es galt, die leuchtenspezifischen Charakteristika auch unter Berücksichtigung des Temperaturumfeldes, der Leuchtzeiten sowie der Schalthäufigkeit und des Strompreises zu betrachten. Insgesamt wurden so unter Einbezug der Einbau- und Umrüstkosten 438 Leuchtmittel ausgetauscht und 14 Lampen komplett gewechselt. Jährliche Einsparung: ca. 5000 Euro bei einem ROI von 1,35a (ohne Austauschkosten). Da die modernen Leuchtmittel im Durchschnitt über eine wesentlich höhere Brenndauer verfügen, ist auch von längeren Instandhaltungsintervallen auszugehen.

Das Netzwerk hat Nils Wachholz, Eickhoff Gießerei in Bochum, zu seinem Vorsitzenden bestimmt. Im Mittelpunkt des nächsten Treffens steht das Thema Druckluft.

Erfahrung mal vier - 3. Folgetreffen am 24.11.2016

Die jüngste Sitzung des IHK-Energienetzwerkes fand im EEZ statt.
© IHK Mittleres Ruhrgebiet

Bei ihrer 3. Folgeveranstaltung haben sich die Mitglieder des IHK-Netzwerkes Pro Energieeffizienz am 24. November 2016 programmgemäß mit der Erhöhung der Energieautarkie im Mittelstand befasst. Dazu waren sie einer Einladung von Christof Weiser, Abteilungsleitung Technologie- und Gründerzentren der WirtschaftsEntwicklungsGesellschaft Bochum, ins EnergieEffizienzZentrum (EEZ) Bochum gefolgt.

Das EEZ versteht sich als Inkubator für Unternehmen und Existenzgründer des Zukunftsfeldes Energieeffizienz – mit der Konzentration auf die drei Wertschöpfungsketten energieeffizientes Bauen, energieeffiziente ressourcenschonende Produktion und Elektromobilität.  Es bietet zurzeit 14 Unternehmen in einem neuen Bürogebäude mit ca. 2.600 Quadratmetern Gesamtfläche und angrenzender Werkhalle ein modernes Arbeits- und Entwicklungsumfeld mit Ausbaupotenzial für Praxisprojekte, z. B. im Bereich Mobilität und Energie.

Zum Erfahrungsaustausch des Netzwerkes trugen vier Mieterunternehmen des EEZ bei: Frank Richert, Geschäftsführer der iGEB, Institut für Gebäude, Energie, Beratung GmbH & Co. KG, berichtete zum Thema „Digitalisierung der Energiedatennutzung und Einsparungen in der Praxis“. Er stellte eine neue Softwarelösung eines Energiemanagementsystems zur energetischen Überwachung und Verbrauchsoptimierung von Gewerbeimmobilien vor.

Macel Hochstein, SenerTec Center Ruhr GmbH, berichtete über  eine Anlagentechnik zur gleichzeitigen Erzeugung von Strom und Wärme, den „Dachs“. Das Geschäftsmodell der ecotaris GmbH, einer Verbundgruppe leistungsstarker Fachunternehmen der Photovoltaik- Branche und Wärmesysteme, präsentierte Ulrike Saidi. Auf besonderes Interesse der Netzwerkteilnehmer stießen die Ausführungen von Thierry Wilmes, Geschäftsführer der Auktora GmbH, Bochum, der neben dem Unternehmenskonzept auch den Prototyp eines Elektromobils für den Geländeeinsatz präsentieren konnte.

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