Auto oder Bus und Bahn sind top

(Foto: Stadt Bochum, Presseamt)
Bild der Bochumer Innenstadt (Foto: Stadt Bochum, Presseamt)

Auto und Motorrad sind erste Wahl, wenn man in der Bochumer Innenstadt einkaufen oder ein Restaurant besuchen möchte. Das Angebot von U-Bahn und Bus ist so attraktiv, dass fast jeder dritte City-Besucher – ob Kunde oder Arbeitnehmer – auf den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) abfährt. Und: Der Radverkehr in die City hat weiterhin nur einen sehr kleinen Anteil am Gesamtverkehrsaufkommen. Dies sind die drei Top-Ergebnisse einer Blitzumfrage, die das CITYFORUM, der Zusammenschluss der vier innerstädtischen Werbe- und Interessengemeinschaften, und die IHK Mittleres Ruhrgebiet an drei Tagen in diesem Jahr durchgeführt haben.

Am 24., 26. und 28. Juni wurden insgesamt 12.247 Kunden beziehungsweise Mitarbeiter der Geschäfte, Gastronomiebetriebe und Unternehmen in der Bochumer Innenstadt befragt. Dabei wurde der Fokus der Befragung auf jenes Verkehrsmittel, mit dem man den größten Teil der Strecke zurückgelegt hat, gerichtet. Die Antworten unterscheiden sich zwischen Kunden und Mitarbeitern unter dem Strich nur geringfügig.

47 Prozent der Befragten kamen im Schnitt der drei Tage mit dem Auto und dem Motorrad – wobei die Kunden am Samstag zum Einkauf noch stärker auf das Auto setzen als an Wochentagen. Busse und Bahnen waren durchschnittlich für 31 Prozent der Befragten erste Wahl – dabei fällt auf, dass die Mitarbeiter der Unternehmen noch stärker auf öffentliche Verkehrsmittel setzen als Einzelhandels- oder Gastronomie-Kunden. „Der Samstag ist für den Einzelhandel der wichtigste Tag in der Woche, er hat den Charakter eines Familieneinkaufstages – deshalb ist die Zahl der Autonutzer mit 55 Prozent an diesem Tag noch höher. Die Befragung zeigt eines überdeutlich: Die City muss für Autofahrer erreichbar bleiben. Wenn wir dem Auto oder den Bussen und Bahnen Steine in den Weg legen, trifft das Einzelhandel und Gastronomie in Bochum mit voller Härte“, kommentiert Andor Baltz, Sprecher des CITYFORUMS, die Ergebnisse.

Egal welcher Wochentag, egal welches Wetter: Das Fahrrad schaffte an keinem Tag mehr als sechs Prozent. Trotz des Ausbaus der Radwege an den großen City-Zufahrtsstraßen hat sich mit diesem Ergebnis die Nutzung des Rades seit der großen Bochumer Verkehrsbefragung 1994 nicht erhöht.

„Ich finde es ebenso überraschend wie bemerkenswert, dass Busse und Bahnen eine so hohe Wertschätzung bei City-Kunden und City-Mitarbeitern besitzen. Es ist gut für diese Stadt, dass der ÖPNV kein Schattendasein fristet, sondern ein beliebtes Verkehrsmittel geworden ist. Auto sowie Bus und Bahn sind das Rückgrat unserer Infrastruktur – dies gilt es, auch in Zukunft zu fördern“, lautet die Bewertung von Rouven Beeck, Geschäftsbereichsleiter Verkehr der IHK Mittleres Ruhrgebiet. 

Die Ergebnisse der Befragung im Einzelnen [pdf, 1,6 MB]