Luft

Das Ruhrgebiet hat über die Flughäfen Düsseldorf und Dortmund Zugang zum internationalen Luftverkehrsnetz. Ergänzende Funktionen kommen dem Flughafen Münster/Osnabrück (für das nördliche Ruhrgebiet) sowie den Flughäfen Paderborn/Lippstadt (für das östliche Ruhrgebiet) und Weeze (für das westliche Ruhrgebiet) zu. Die Flughäfen sind durch ihre direkte Straßenanbindung aus den verschiedenen Teilräumen des Ruhrgebiets gut erreichbar. Über eine direkte Schienenanbindung verfügt hingegen nur der Düsseldorfer Flughafen.

Das Netz der bedeutsamen Verkehrsflughäfen wird ergänzt durch verschiedene Verkehrslandeplätze, die dem wachsenden individuellen Geschäftsreiseluftverkehr mit firmeneigenen oder gecharterten Maschinen dienen. Nicht nur international tätige Großkonzerne, sondern auch klein- und mittelständische Unternehmen unterhalten heute weit verzweigte internationale Geschäftsbeziehungen, bei denen die besondere Flexibilität des Geschäftsreiseluftverkehrs häufig deutliche Zeit- und damit auch Kostenvorteile bietet.

Die Luftverkehrswirtschaft geht davon aus, dass sich der Luftverkehr in Europa in weniger als 20 Jahren mehr als verdoppeln wird (vgl. Airbus 2009). Um diese wachsende Nachfrage nach Luftverkehrsleistungen im Passagier- und Frachtverkehr abwickeln zu können, ist ein funktionsfähiges Luftverkehrssystem für die Wirtschaft im Ruhrgebiet ein zunehmend wichtiger werdender Standortfaktor.

Nachtflugverbote

Für Köln/Bonn hat die Landesregierung im April 2012 ein Nachtflugverbot für Passagiermaschinen zwischen 0:00 und 5:00 beschlossen. Fracht- und Gütertransportflüge sind davon ausgenommen. Die Möglichkeit, auch nachts Gütertransporte in Köln/Bonn und Düsseldorf abwickeln zu können, ist für den Logistik- und Transportstandort NRW zwingend erforderlich. Eine Einschränkung der Genehmigungen bedeutet für die ansässige Wirtschaft einen eklatanten Standortnachteil, der die Stellung NRWs als Logistikland Nr. 1 in Gefahr bringt.