Auf zahlreichen Autobahnabschnitten im Ruhrgebiet kommt bereits heute regelmäßig zu Überlastungen und kilometerlangen Staus durch hohes Verkehrsaufkommen, Unfälle und Baustellen. Das bedeutet eine zunehmende Unkalkulierbarkeit der Transporte für die Wirtschaft im Ruhrgebiet und damit erhebliche zusätzliche Kosten. Das grundsätzlich durchaus dichte Fernstraßennetz im Ruhrgebiet benötigt dringend sowohl Instandsetzungs- als auch Erweiterungsinvestitionen in beträchtlichem Umfang. Auch die Kapazität der Lkw-Parkplätze an den Autobahnrastanlagen muss dringend aufgestockt werden. Unzureichender Ausbau, fehlende Lückenschlüsse oder Fahrbahnschäden beeinträchtigen die logistischen Prozessketten und können zur Gefahr werden für das Image und die Attraktivität der Wirtschaftsregion Ruhr.

Besonders kritisch ist die Situation an zahlreichen Brücken. Bei mehr als 300 Großbrücken an den Bundesfernstraßen in NRW besteht in den kommenden zehn Jahren dringender Handlungsbedarf. Auch der Gesamtzustand der Brücken an den Landesstraßen wird im Straßenzustandsbericht des Landes NRW mit nahezu 50 Prozent als kritisch/ungenügend bzw. noch gerade ausreichend bewertet.

Neben einer ausreichenden Finanzierung für die Erhaltung und den Ausbau des Straßennetzes ist ein straffes und rechtssicher durchgeführtes Planverfahren eine wichtige Voraussetzung, um dringende Lückenschlüsse und Ausbauprojekte zeitnah umsetzen zu können.