Münster, Kopenhagen und die Niederlande werden immer häufiger als die Vorbildstädte/Länder für einen funktionierenden Fahrradverkehr genannt. Als Alternative zum ÖPNV und MIV wird das Fahrrad und die erforderliche Radverkehrsinfrastruktur inzwischen in vielen Kommunen als Ausweg aus dem drohen Verkehrskollaps gesehen. Ohne Frage sind gesundheitsfördernde und umweltschonende Vorteile des Fahrrads vorhanden. Dennoch ist zu berücksichtigen, dass mit dem Aufbau der Radverkehrsinfrastruktur nicht die wirtschaftlichen Interessen in den Hintergrund fallen. In einer Region mit knapp 5 Mio. Einwohnern kann keine nennenswerte Anzahl an produzierten und konsumierten Gütern mit dem Fahrrad transportiert werden. Es können auch nicht alle berufstätigen Pendler oder Studenten und Schüler der Region mit dem Fahrrad den Anforderungen des Alltags gerecht werden.

Die IHK Mittleres Ruhrgebiet unterstützt die Bestrebungen, den möglichen Anteil des Radverkehrs am Modal Split zu erhöhen. Der Fokus liegt dabei auf Freizeitverkehren und touristischen Strecken, die es bereits in der Region gibt und die sehr gut angenommen werden. Die Anbindung zu den touristischen Kernregionen NRWs wie dem Sauerland und dem Niederrhein müssen weiter auf- und ausgebaut werden.