Trotz der in den vergangenen Jahren erfolgten Weiterentwicklung des Öffentlichen Personennahverkehrs wird auch zukünftig ein großer Anteil des Berufs-, Wirtschafts-, Einkaufs- und Freizeitverkehrs mit dem eigenen Fahrzeug abgewickelt werden. Auch unter dem Aspekt der Emissionsreduzierung gilt im Zuge aller verkehrsplanerischen und verkehrssteuernden Maßnahmen das Ziel, einen möglichst reibungslosen Verkehrsfluss anzustreben. Die bewusste Herbeiführung von Verkehrswiderständen im Individualverkehr, etwa mit der Zielsetzung den Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel zu forcieren, hat sich als untaugliches Instrument erwiesen. Hierzu gehört auch die bewusste Verknappung eines zentrumsnahen Parkraumangebotes. Derartige Beschränkungen und Verbote erschweren die Erreichbarkeit der innerstädtischen Einkaufs- und Versorgungszentren. Sie schwächen den innerstädtischen Einzelhandel und fördern Ansiedlungen „auf der grünen Wiese“. Dies widerspricht den geltenden städtebaulichen Zielen der Landesplanung in NRW.

Die finanziellen Mittel für den Erhalt und den bedarfsgerechten Ausbau kommunaler Verkehrsinfrastrukturen müssen gesichert und erhöht werden. Es muss außerdem Klarheit über eine Nachfolgeregelung für die kommunale Straßenfinanzierung in NRW geschaffen werden.

Die Erreichbarkeit von Innenstädten kann zudem durch ein städtisches Mobilitäts- und Verkehrsmanagement (Verkehrsleitsysteme, Mobilitätsberatung, Mobilitätsangebote wie das Job-Ticket) verbessert werden. Innovative Ansätze und Modellvorhaben sollten zeitlich begrenzt auch finanziell gefördert werden.