Ein leistungsfähiger öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) ist gerade in der Metropolregion Ruhr unverzichtbar, um das steigende Verkehrsaufkommen abwickeln zu können. Ob über Busse, Stadtbahnen, U-Bahnen, S-Bahnen, Car-Sharing-Modelle oder Fahrradmietstationen - der ÖPNV übernimmt eine wesentliche Funktion bei der Mobilität innerhalb des Ballungsraumes Ruhr. Ergänzt wird der ÖPNV durch den Schienenpersonenfernverkehr (SPFV), der das Ruhrgebietes an die nationalen und internationalen Wirtschaftszentren anbindet. Im Vergleich zu anderen großen europäischen Metropolregionen (Berlin, Paris, London) sind Organisationsstruktur, Bedienungsangebot und -qualität sowie Kosteneffizienz aufgrund der polyzentrischen Struktur des Ruhrgebietes optimierungsbedürftig. In den vergangenen Jahren wurden an verschiedenen Stellen Verbesserungen erreicht. Besonders im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) bestehen jedoch weiterhin Qualitätsmängel.

Um die Situation zu verbessern, sollte das Ruhrgebiet noch konsequenter den Wettbewerb nutzen. Auch die weitere Öffnung des straßengebundenen ÖPNV-Marktes für den Wettbewerb ist unter Berücksichtigung der spezifischen Anforderungen an das ÖPNV-System im Ruhrgebiet sowie unter Beachtung der Interessen des privaten mittelständischen Gewerbes zu prüfen.

Die zunehmende Öffnung der Märkte und die Kooperation über Verkehrsverbundsgrenzen hinweg müssen im Sinne einer verbesserten Kostentransparenz und -effizienz geschehen. Die bestehenden Finanzierungssäulen im ÖPNV müssen transparenter werden und – auch vor dem Hintergrund des demografischen Wandels – auf ihre Nachhaltigkeit überprüft werden.

Der Rhein-Ruhr-Express als neues leistungsfähiges, schnelles und vertaktetes Verkehrsangebot ist für das Ruhrgebiet von besonderer Bedeutung.