21.04.2016 - Pressemitteilung

Auch digital präsent sein

Einzelhändler können (und sollten) sich nicht mehr nur auf die Anziehungskraft ihrer Ladenlokale verlassen, sondern müssen auch das Internet einsetzen, um Kunden auf sich aufmerksam zu machen und an sich zu binden. Das ist das Fazit des E-Commerce-Leitfadens „Go online“ von IHK NRW, der ab sofort auch bei der IHK Mittleres Ruhrgebiet erhältlich ist. Mit ihm bekommen sowohl Internet-Neulinge als auch Händler, die bereits im Internet aktiv sind, wertvolle Tipps. Anbieter, die über einen Online-Shop nachdenken, erhalten einen Überblick, welche Möglichkeiten sich bieten. "Kein Händler sollte Angst vor dem Internet haben - er sollte stattdessen die Chancen nutzen, die ihm das World-Wide-Web bietet", lautet der Appell von Stefan Postert, Geschäftsbereichsleiter Handel der IHK Mittleres Ruhrgebiet.

Der Trend zum Online-Handel ist in Deutschland ungebrochen. Kauften Privatkunden im Jahr 2000 noch für 2,3 Mrd. Euro Waren im Internet, belief sich der Umsatz im vergangenen Jahr bereits auf knapp 42 Mrd. Euro. Der stationäre Einzelhandel muss sich auf diesen Trend einstellen, um nicht entscheidende Marktanteile zu verlieren. Dabei muss er auf das Verhalten der Kunden reagieren, die heute gezielt nach Informationen im Netz suchen: Was können Produkte, wie unterscheiden sie sich und wo sind sie zu bekommen? Gerade Fachhändler sind hier mit ihrem Sortiment und ihrem Fachwissen im Vorteil. Diese Vorzüge gilt es, im Netz zur Schau zu stellen. Der Internetauftritt in Form einer eigenen Website ist daher mittlerweile fast schon Pflicht. Denn wer mit seinem Ladengeschäft über keine Präsenz im Internet verfügt, ist für die Kunden digital nicht existent.

Seit rund zwei Jahren ist hier eine neue Entwicklung zu beobachten. Es sind nicht mehr nur die reinen Online-Shops, die Umsatz im E-Commerce generieren, auch immer mehr stationäre Handelsunternehmen entdecken den Vertriebskanal im Internet für sich und verbinden zunehmend die Vertriebswege stationär, mobil und online unter dem Stichwort Omnichannel. Der Händler kann so über sein Sortiment informieren, dem Kunden auch einen Kauf ermöglichen, aber doch immer auf seine Ladenflächen verweisen, wo er seine Vorteile ausspielen kann. Und die bestehen laut aktuellen Umfragen für 64 Prozent der Kunden darin, dass „man die Produkte sehen und anfassen kann“, dass „Produkte schneller erhältlich sind“ (43 Prozent) und dass der „Umtausch unkomplizierter ist“ (38 Prozent).

Der Einzelhandel kann also mit einer eigenen Online-Präsenz Kunden in einem ersten Schritt zumindest auf sein Warenangebot aufmerksam machen, in einem weiteren Schritt auch Waren zum Kauf anbieten. Die Kosten der Einstiegsangebote für die eigene Website sind in den vergangenen Jahren stark gesunken. Die Bedienung ist vor allem bei Baukastenmodellen selbst für Fachfremde schnell zu erlernen.

Der E-Commerce-Leitfaden „Go online“ findet sich hier.

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