17.10.2018 - Pressemitteilung 46/2018 der IHK Mittleres Ruhrgebiet

Auf hohem Niveau stabil

Gemeinschaftswerk: Am 17. Oktober stellten die Ruhr-IHKs in Dortmund den 101. Ruhrlagebericht vor. Mit dabei: Eric Weik (2. v. l.), Hauptgeschäftsführer der IHK Mittleres Ruhrgebiet. (Foto: IHK zu Dortmund/Stephan Schütze)

Gemeinschaftswerk: Am 17. Oktober stellten die Ruhr-IHKs in Dortmund den 101. Ruhrlagebericht vor. Mit dabei: Eric Weik (2. v. l.), Hauptgeschäftsführer der IHK Mittleres Ruhrgebiet. (Foto: IHK zu Dortmund/Stephan Schütze)

Die Ergebnisse der aktuellen IHK-Konjunkturumfrage bestätigen es eindrucksvoll: Die Geschäftslage der insgesamt knapp 28.000 Unternehmen aus Industrie, Handel und Dienstleistung in Bochum, Herne, Witten und Hattingen bleibt auf hohem Niveau stabil. Der Wachstumskurs setzt sich fort. Im Vergleich zum Jahresbeginn fällt im Branchendurchschnitt die Zufriedenheit mit der aktuellen Geschäftslage sogar noch etwas günstiger aus.

Der IHK-Konjunkturklimaindex, der die Beurteilung der aktuellen und zukünftigen Geschäftslage in einem Wert darstellt, ist nochmals leicht gestiegen und liegt aktuell bei knapp 132 Punkten – zum Jahresbeginn lag er bei 130 Punkten. Damit wird auch die Prognose der IHK bestätigt: „Das Ende der Fahnenstange scheint noch nicht erreicht. Wenn die Unternehmen mit ihren optimistischen Erwartungen richtig liegen, kann das aktuelle Hoch im Jahresverlauf 2018 noch übertroffen werden“, hatte der stellvertretende Hauptgeschäftsführer der IHK Mittleres Ruhrgebiet, Christoph Burghaus, Anfang des Jahres aus den Umfrageergebnissen geschlossen. Und damit Recht behalten. Insgesamt 203 Unternehmen haben sich an der Herbst-Umfrage beteiligt – und nach deren Einschätzung ist kein Abschwung in Sicht.

In der Gesamtbetrachtung aller Wirtschaftsbereiche bewerten 93,5 Prozent der Unternehmen ihre aktuelle Geschäftslage mit befriedigend (40,8 Prozent) oder noch besser (52,7 Prozent). Besonders deutlich wird die positive Stimmung auch bei den Aussagen zur erwarteten Geschäftslage: Mehr als jedes vierte Unternehmen geht von einer nochmaligen Verbesserung aus, mehr als zwei Drittel der Unternehmen erwarten eine gleichbleibend gute Geschäftslage.

Bei den Inlandsinvestitionen sind die Unternehmen etwas zurückhaltender als zuletzt. Aber immerhin noch knapp 29 Prozent wollen mehr investieren – der Wert lag bei der letzten Umfrage bei 33 Prozent. Zum Vergleich: Nur 7,6 Prozent planen, ihr Engagement im Inland zu reduzieren. Als Hauptmotive für Investitionen nennen die Unternehmer auch dieses Mal Kapazitätserweiterungen und Produktinnovationen. Das sind deutliche Hinweise auf eine hohe und perspektivisch stabile Auftragslage.

Das größte Risiko für die künftige Entwicklung sehen die Unternehmen auch bei dieser Umfrage im Fachkräftemangel. Mehr als die Hälfte der Firmen – 53 Prozent – macht sich darüber Sorgen. Dazu passt, dass 45,3 Prozent der befragten Unternehmen angeben, freie Stellen schon längerfristig nicht besetzen zu können. Der Fachkräftemangel ist also längst nicht nur Befürchtung, sondern in den Betrieben bereits greifbar.

Immer häufiger müssen Unternehmen feststellen, dass sich nur wenige Personen auf freie Stellen bewerben und in vielen Fällen die Qualifizierung des Bewerbers für die ausgeschriebene Stelle nicht ausreicht. Gerade vor dem Hintergrund, dass immer noch mehr als ein Viertel der Unternehmen zusätzliche Beschäftigte einstellen möchte, hat der Fachkräftemangel deshalb durchaus das Zeug zur Wachstumsbremse. „Damit die Konjunktur nicht irgendwann aus diesem Grunde den Rückwärtsgang einlegen muss, sollten die Unternehmen noch stärker auf Ausbildung und Qualifizierung setzen“, sieht IHK-Mitarbeiter Thomas Gdanietz Handlungsbedarf auf breiter Linie.

Ein wenig eingetrübt hat sich die Sicht auf die Export-Entwicklung in den nächsten Monaten: 13 Prozent der Firmen wollen nicht ausschließen, dass sich der Export verringert. Gleichzeitig erwarten knapp 68 Prozent der Unternehmen einen gleich bleibenden Export – jedes fünfte glaubt sogar, dass die Aussichten im Export noch rosiger werden.

Den 101. Ruhrlagebericht finden Sie unter diesem Link.

 

 

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