22.12.2016 - Pressemitteilung 87/2016 der IHK Mittleres Ruhrgebiet

Chance vertan

„Hier wird eine große Chance vertan. Schade für Bochum.“ Mit Bedauern kommentiert Stefan Postert, für Handel zuständiger Geschäftsbereichsleiter der IHK Mittleres Ruhrgebiet, die Erklärung der Stadt, die Verhandlungen über eine gemeinsame Entwicklung von „Justizgelände“ und „Telekomblock“ zum „Viktoriaquartier“ seien gescheitert.

Die IHK hatte im gesamten Planungsprozess immer wieder deutlich gemacht, dass aus ihrer Sicht ein introvertiertes Einkaufszentrum auf dem Justizgelände nicht eine sinnvolle Ergänzung, sondern eher eine Gefahr für den Einzelhandelsstandort wäre. Der IHK war (und ist es) elementar wichtig, dass beide Areale städtebaulich miteinander verzahnt und zu einem „Einzelhandels- und Dienstleistungsquartier“ entwickelt werden, das sich zur Innenstadt öffnet, neue öffentliche Räume schafft und eine Brücke zum Rathaus schlägt. „Wir hoffen nun, dass die HBB einen Entwurf realisiert, der das ,Justizgelände‘ über den Husemannplatz tatsächlich an die Innenstadt anbindet – wie es im Wettbewerbsverfahren zwingend gefordert war“, so Postert.

Beifall kommt von der IHK dagegen für die Pläne der Stadt, den Abriss des maroden BVZ zu prüfen, um städtische Angebote – wie die Stadtbücherei und die Volkshochschule – näher an die Laufmeilen der Innenstadt zu bringen und gleichzeitig Raum für attraktives Wohnen in der City zu schaffen. Postert: „Das sind zwei wichtige Bausteine, um für mehr Urbanität und Lebendigkeit zu sorgen.“

 

 

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