17.01.2019 - Pressemitteilung 02/2019 der IHK Mittleres Ruhrgebiet

Der Gewerbeflächen-Schuh drückt

Die IHK Mittleres Ruhrgebiet läutet die Alarmglocken: Die zum gegenwärtigen Zeitpunkt geplante Ausweisung von nur etwa 24 Hektar zusätzlicher Gewerbeflächen im neuen Regionalplan Ruhr ist für die Entwicklung des Wirtschaftsstandortes Witten nicht ausreichend. „Das Planwerk hat eine Laufzeit von 25 Jahren. Das heißt: Wir haben 24 Hektar für 25 Jahre. Das reicht bei weitem nicht, um neue Unternehmen nach Witten zu holen oder expandierenden Wittener Unternehmen neue Standorte anzubieten“, sorgt sich IHK-Präsident Wilfried Neuhaus-Galladé, Chef der Wittener J.D. Neuhaus GmbH & Co. KG.

Gleichzeitig gibt es sogar in der Wittener Politik Stimmen, die sich gegen die Ausweisung einer 20 Hektar großen Gewerbefläche am Vöckenberg – zwischen A 44, Pferdebach- und Stockumer Straße – aussprechen. Eine politische Mehrheit für den Vorschlag des RVR sowie der Wittener Wirtschaftsförderung und Planungsverwaltung ist also noch nicht sicher. Dies vor dem Hintergrund, dass sich seit Jahren in der Bevölkerung in Stockum Widerstand gegen die Pläne formiert.

„Sowohl die Bürger, die vor Ort für den Erhalt dieses Grünbereichs kämpfen, als auch die Fraktionen im Rat der Stadt müssen aus unserer Sicht bedenken, dass ein so attraktives, verkehrlich optimal angebundenes Gewerbegebiet zusätzliche Arbeitsplätze und dringend benötigte Gewerbesteuereinnahmen für die Stadt Witten bedeuten“, so Stefan Postert, zuständiger Kompetenzfeldmanager der IHK. „Und wenn Witten keinen Platz für Unternehmen hat, dann gehen die mit ihren Arbeitsplätzen weg und zahlen ihre Steuern woanders – aktuelle Beispiele gibt es jetzt schon genug.“ Die IHK appelliert mit Nachdruck an die Politik, dieses zentrale Argument für die Zukunft Wittens zu berücksichtigen. Postert: „Es gilt für Witten an Gewerbefläche zu retten, was noch zu retten ist.“

Was die IHK ebenfalls für dringend geboten hält: eine grundsätzlich größere Bereitschaft der Städte im Ruhrgebiet, interkommunale Gewerbegebiete auszuweisen, von denen alle Partner profitieren. „Wir nennen uns doch gerne Metropole Ruhr. Dann müssen wir auch gemeinsam handeln. Und nicht in Stadtgrenzen denken“, so Neuhaus-Galladé abschließend.

 

 

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