20.04.2018 - Pressemitteilung 01/2018 des Cityforums Bochum

Ein Impuls für die Innenstadt

Die Vertreter des innerstädtischen Einzelhandels sehen das Viktoriaquartier nach einer jahrelangen Hängepartie endlich auf einem zukunftsweisenden Weg: Die Pläne der HBB zur Entwicklung des früheren Justiz-Areals und die Vorstellungen zur Realisierung eines „Haus des Wissens“ mit der Stadtbücherei, der VHS und kombiniert mit einer Markthalle im früheren Telekom-Block stoßen auf breite Zustimmung beim Cityforum, dem die IBO, die Standortgemeinschaft „Das Quartier“, die ISG Bermuda3Eck, Bochum Marketing, der Einzelhandelsverband und die IHK Mittleres Ruhrgebiet angehören.

„Aus unserer Sicht stimmt das Gesamtpaket. 15.000 Quadratmeter Einzelhandel sind verträglich, die Markthalle kann Bochum ein Alleinstellungsmerkmal liefern, die Anmietung von Büroflächen durch die Stadt sorgt für mehr Leben in diesem Teil der Innenstadt. Dies alles findet unsere Zustimmung“, so Marion Runge vom Einzelhandelsverband nach dem Treffen des Cityforums am gestrigen Donnerstag.

Wobei das Cityforum auf eines Wert legt: Alle Akteure – Investoren wie Stadt – müssten sich einem „hohen qualitativen Anspruch“ verpflichtet fühlen, wie es Marc Mauer, Vorsitzender der IBO, formuliert. Nur so würden die 15.000 zusätzlichen Quadratmeter Verkaufsfläche zu einer „sinnvollen Bereicherung für die Bochumer Innenstadt“ werden.

Auch die Pläne der Stadt, marode städtische Gebäude im Umfeld des Rathauses abzureißen und die Nutzungen an die Viktoriastraße zu verlegen, macht für das Cityforum städtebaulich Sinn. In unmittelbarer Nähe zum Rathaus kann so ein attraktives Wohnquartier entstehen. Insbesondere auch die Realisierung einer Markthalle im früheren Telekomblock würde die Erlebnisqualität der Innenstadt deutlich erhöhen, was nicht nur im Wettbewerb mit den Nachbarstädten, sondern auch mit dem Online-Handel ein „Pfund ist, mit dem Bochum wuchern kann“, so Tobias Arndt, 1. Vorsitzender von „Das Quartier“. Vor diesem Hintergrund sei es richtig, dass sich die Stadt nach langen Jahren zu einem Ankauf des Telekom-Blocks entscheiden wird.

„Investoren kommen und gehen. Was bleibt ist Bochum. Seine Innenstadt. Wir brauchen Planungssicherheit, und dann muss der Startschuss für ein Mega-Projekt, eine neue Quartiersentwicklung, endlich fallen“, lautet das Resümee von Stefan Postert, bei der IHK für Handel und Stadtentwicklung zuständig.

 

 

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