14.11.2017 - Pressemitteilung 72/2017 der IHK Mittleres Ruhrgebiet

Keine Zukunft ohne Flächen

Auf völliges Unverständnis der IHK Mittleres Ruhrgebiet stößt der Plan einer rot-grünen Mehrheit im Bochumer Stadtrat, auf die Ausweisung zusätzlicher Gewerbeflächen auf Bochumer Stadtgebiet zu verzichten. „Wer angesichts des akuten Flächenengpasses behauptet, die Stadt habe genügend Gewerbeflächen für die Neuansiedlung oder Erweiterung von Unternehmen, handelt bewusst gegen die Interessen der heimischen Wirtschaft. Und damit unverantwortlich“, kommentiert Stefan Postert, zuständiger Kompetenzfeldmanager der IHK Mittleres Ruhrgebiet, die aktuelle Entwicklung.

Die WirtschaftsEntwicklungsGesellschaft Bochum hat in einer Ratsvorlage gefordert, weitere 37 Hektar im neuen Regionalplan Ruhr als Industrie- und Gewerbeflächen ausweisen zu lassen. Dies sei das „absolute Minimum“ dessen, was Bochum in den nächsten Jahren brauche. Das sieht die IHK genauso.

„Es ist doch ein Widerspruch in sich, ständig von höheren  Gewerbesteuereinnahmen zu träumen, aber die dafür notwendigen Voraussetzungen nicht zu schaffen“, so Postert. „Kommen keine neuen Betriebe, gibt es weder neue Arbeitsplätze noch mehr Gewerbesteuern für die Stadt. Politiker brauchen zwingend ein Rückgrat für die Wirtschaft, sonst gefährden sie die Zukunft des Wirtschaftsstandortes Bochum“, so Postert abschließend.

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