08.02.2018 - Pressemitteilung 4/2018 der IHK Mittleres Ruhrgebiet

Läuft und läuft und läuft ...

In Dortmund stellten die Ruhr-IHKs den 100. Ruhrlagebericht vor. (Foto: IHK Dortmund/Schaper)

In Dortmund stellten die Ruhr-IHKs den 100. Ruhrlagebericht vor. (Foto: IHK Dortmund/Schaper)

Die Konjunktur im mittleren Ruhrgebiet setzt ihren Höhenflug auch zu Beginn des neuen Jahres fort. Die Geschäftsentwicklung der Unternehmen in Bochum, Herne, Witten und Hattingen hat sich seit der Herbstumfrage 2017 nochmals verbessert. Dies stellt die Industrie- und Handelskammer Mittleres Ruhrgebiet für ihren Bezirk mit rund 28.000 Unternehmen aus Industrie, Handel und Dienstleistungsgewerbe fest.

Die Wirtschaft knüpft dabei nahtlos an die Aufwärtsentwicklung des vergangenen Jahres an. Der Konjunkturklimaindex für das mittlere Ruhrgebiet hat inzwischen mit 130 Punkten – 100 Punkte stehen für eine insgesamt befriedigende Bewertung – einen neuen Spitzenwert erreicht. Bei der letzten Umfrage lag der Wert bei 127 Punkten.

Und die Aussichten auf eine Fortsetzung des Aufschwungs im laufenden Jahr sind richtig gut. „Das Ende der Fahnenstange scheint noch nicht erreicht. Wenn die Unternehmen mit ihren optimistischen Erwartungen richtig liegen, kann das aktuelle Hoch im Jahresverlauf 2018 noch übertroffen werden“, so der stellvertretende Hauptgeschäftsführer der IHK Mittleres Ruhrgebiet, Christoph Burghaus.

Insgesamt äußern sich 94 Prozent der über 200 Unternehmen, die an der IHK-Umfrage teilnahmen, positiv zu ihrer aktuellen Geschäftslage; 91 Prozent rechnen mit einem gleichbleibenden, tendenziell sogar besseren Verlauf 2018. Die IHK führt das günstige Konjunkturklima auf die anhaltende Konsumfreudigkeit, eine weiter anziehende Investitionstätigkeit und eine lebhafte Exportentwicklung zurück. Das kommt allen Wirtschaftsbereichen zugute.

Im Dienstleistungsgewerbe spiegeln sich steigende Umsätze in den Beschäftigungsaussichten wider: 29 Prozent der Dienstleister planen in den nächsten zwölf Monaten Personalaufstockungen, nur elf Prozent sehen einen geringeren Bedarf an Mitarbeitern. Im Vergleich zum Dienstleistungsgewerbe agiert der Handel etwas zurückhaltender. Die Investitions- und Beschäftigungsplanungen bewegen sich im bisherigen Rahmen. Auch hier bleibt festzuhalten: Ein Großteil der Händler ist rundum zufrieden und erwartet eine Fortsetzung des positiven Geschäftsverlaufs. In der Industrie verbreiten die Auftragseingänge Zuversicht. Sowohl aus dem Inland als insbesondere auch aus dem Ausland gehen vermehrt Bestellungen bei den Unternehmen im IHK-Bezirk ein. Fast 31 Prozent der Unternehmen mit internationalen Geschäftskontakten verzeichnen aktuell eine steigende Nachfrage aus dem Ausland.

Die günstige Wachstumsentwicklung in wichtigen europäischen Abnehmerländern und Nachfrageimpulse aus Ländern wie China, Indien und Russland eröffnen gute Perspektiven; getrübt werden die außenwirtschaftlichen Aussichten allerdings weiterhin – wie auch bei früheren Umfragen – durch protektionistische Tendenzen. Über das gesamte Jahr 2018 gesehen sind 95 Prozent der Industrieunternehmen zuversichtlich, dass der Export stabil bleibt oder sogar steigt.

Vor dem Hintergrund der lebhaften Nachfrage spielt die Erweiterung der Produktionskapazitäten als Investitionsmotiv bei 31 Prozent der Industrieunternehmen eine maßgebliche Rolle. In diesem Zusammenhang ist auch der Bedarf an zusätzlichen Arbeitskräften gewachsen. Über alle Wirtschaftsbereiche hinweg wollen nach der IHK-Umfrage 26 Prozent der Unternehmen aus Industrie, Handel und Dienstleistungsgewerbe ihre Mitarbeiterzahl in den nächsten zwölf Monaten erhöhen. Damit könnte die gute Konjunktur auch positiv auf den Arbeitsmarkt im mittleren Ruhrgebiet durchschlagen.

Ob und wie schnell sich Neueinstellungen realisieren lassen, ist jedoch fraglich. Burghaus: „Schwierigkeiten bei der Stellenbesetzung werden im Aufschwung immer offensichtlicher.“ Mittlerweile sieht gut jedes zweite Unternehmen (52 Prozent) den Fachkräftemangel als Engpassfaktor für seine Geschäftsentwicklung. Fast genauso viele Betriebe (48 Prozent) verweisen auf das Risikopotenzial bei den Arbeitskosten.

 

 

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