30.01.2019 - Pressemitteilung 04/2019 der IHK Mittleres Ruhrgebiet

Stabil und mit Zuversicht

Auf ganz hohem Niveau stabil. Weiterhin mit viel Zuversicht. Größte Sorge: der Fachkräftemangel. Mit diesen drei Schlagzeilen lassen sich die Ergebnisse der aktuellen IHK-Konjunkturumfrage zusammenfassen. Über 96 Prozent der knapp 28.000 Unternehmen aus Industrie, Handel und Dienstleistung in Bochum, Herne, Witten und Hattingen bewerten ihre aktuelle Geschäftslage als „gut“ oder „befriedigend“ – dies sind sogar nochmals drei Prozent mehr als im Oktober des letzten Jahres.

Der IHK-Konjunkturklimaindex, der die Beurteilung der aktuellen und zukünftigen Geschäftslage in einem Wert darstellt, ist nach dem Spitzenergebnis von 132 Punkten im Oktober 2018 leicht auf den Vorjahreswert von 130 Punkten zurückgegangen. Angesichts steigender Umsätze und Auftragseingänge gehen die Unternehmen aber unter dem Strich von einer Fortsetzung des positiven Konjunkturverlaufs aus. Insgesamt 208 Unternehmen haben sich an der Umfrage zum Jahresanfang 2019 beteiligt.

Dass sich die Ergebnisse im Vergleich zum Jahresbeginn 2018 nur in Nuancen verändert haben, zeigt folgende Zahl: 8,7 Prozent der Unternehmen gingen vor einem Jahr davon aus, dass sich ihre Geschäftslage verschlechtern würde – ein extrem geringer Wert. Heute sagen dies 10,4 Prozent. Ebenfalls ein sehr geringer Wert.

Eine etwas stärkere Stimmungsschwankung lässt sich bei der Industrie feststellen: Vor einem Jahr erwarteten nur vier Prozent eine schlechtere Geschäftslage – heute sind es knapp zehn Prozent. Dafür spielen nach Bewertung der IHK die weltweiten Handelskonflikte und der bislang ungeordnete Brexit eine herausragende Rolle.

Mehr Beschäftigung

Wenn auch Anfang 2019 einige Fragezeichen mehr als zuletzt über der Konjunkturentwicklung schweben – bei den Investitionsabsichten und beim Thema Beschäftigung lässt sich die positive Grundstimmung weiterhin ablesen: Fast 31 Prozent der Unternehmen wollen mehr als zuletzt investieren – sogar zwei Prozentpunkte mehr als im Herbst 2018. Und jedes fünfte Unternehmen geht davon aus, seine Beschäftigtenzahl zu erhöhen, während nur gut sieben Prozent einen Stellenabbau für denkbar halten – auch hier bewegt sich die Umfrage in der Tendenz des Vorjahres. Dabei sucht insbesondere der Dienstleistungsbereich nach neuen Arbeitskräften. Hier tun sich die besten Beschäftigungs-Chancen auf.

Das größte Risiko für die künftige Entwicklung sehen die Unternehmen auch bei dieser Umfrage im Fachkräftemangel. Mehr als die Hälfte der Firmen – fast 57 Prozent – sieht darin die größte Gefahr für die künftigen Geschäftsaussichten. Ein wenig stärker als vor Jahresfrist ist die Sorge um die Inlandsnachfrage (40 Prozent). Und insbesondere in der Industrie sorgt man sich um die Energie- und Rohstoffpreise.

Den 102. Ruhrlagebericht der Ruhr-IHKs finden Sie unter diesem Link.

 

 

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