11.06.2014 - Pressemitteilung 57/2014

Wirtschaft wächst weiter

Die Wirtschaft im mittleren Ruhrgebiet befindet sich weiterhin im Aufwärtstrend. Die Geschäftslage hat sich im Frühjahr gegenüber dem Jahresbeginn nochmals verbessert. Für den weiteren Jahresverlauf zeichnet sich eine gleichbleibend günstige Entwicklung ab. Zu dieser Einschätzung kommt die IHK aufgrund ihrer aktuellen Konjunkturumfrage, an der sich rund 300 Unternehmen aus Bochum, Herne, Witten und Hattingen beteiligt haben.

Über 90 Prozent der Betriebe aus Industrie, Handel und Dienstleistungsgewerbe verzeichnen zurzeit eine zumindest befriedigende Geschäftssituation, 37 Prozent bewerten ihre Lage sogar als ausgesprochen gut. Ebenfalls 90 Prozent rechnen in den nächsten zwölf Monaten mit einem stabilen, tendenziell sogar günstigeren Verlauf. „Der spürbare
Optimismus belegt, dass die Unternehmen einen nachhaltigen Aufschwung erwarten. Allerdings bleiben Risiken wie die Entwicklung der Energiepreise oder die weitere Entwicklung der Arbeitskosten“, lautet die Gesamteinschätzung von Christoph Burghaus, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Mittleres Ruhrgebiet.

In allen Hauptwirtschaftsbereichen überwiegen die positiven Beurteilungen. Besonders gut ist die Stimmung im Dienstleistungsgewerbe und im Handel. Die Industrie äußert sich im Vergleich etwas zurückhaltender. Während hier 84 Prozent der Betriebe eine befriedigende (55 Prozent) oder gute (29 Prozent) Geschäftslage feststellen, berichten 16 Prozent von einer schlechten Situation.

Die Auslandsnachfrage wird sich nach Einschätzung der Unternehmen etwas beruhigen. Dennoch bleibt der Export eine wichtige Stütze der Konjunktur. Als Hauptrisiko für die Wirtschaftsentwicklung sieht – über alle Branchen hinweg – jedes zweite Unternehmen die Inlandsnachfrage. 42 Prozent der Betriebe stellen die Energie- und Rohstoffpreise als Risikofaktor für die eigene Geschäftsentwicklung heraus – das Thema rangiert seit Jahren auf der Negativhitliste ganz oben. Anlass zur Besorgnis geben häufig auch die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen (38 Prozent) und die Arbeitskosten (36 Prozent).

Die insgesamt günstigen Geschäftsaussichten für die nächsten zwölf Monate spiegeln sich auch in den Investitionsplanungen wider. 25 Prozent aller befragten Unternehmen wollen mehr, nur 15 Prozent weniger investieren. Neben Ersatzbeschaffungsmaßnahmen (67 Prozent) haben Kapazitätserweiterungen mit 27 Prozent der Nennungen einen beachtlichen Stellenwert. Auch bei den Beschäftigungsplanungen gibt es vermehrt Lichtblicke: 19 Prozent der Unternehmen planen Personalaufstockungen, 13 Prozent gehen von einer geringeren Mitarbeiterzahl aus. Besonders günstig sind die Beschäftigungs-aussichten im Dienstleistungsgewerbe. Der Handel rechnet mit einem im Wesentlichen gleichbleibenden Beschäftigungsstand. Das gilt mit Einschränkungen auch für die Industrie.

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