Arzneimittelrecht

Sachkundeprüfung freiverkäufliche Arzneimittel

In Deutschland dürfen Arzneimittel grundsätzlich nur über Apotheken in den Verkehr gebracht werden. Sie sind in der Regel erkennbar durch die Aufdrucke „apothekenpflichtig“ oder „verschreibungspflichtig“. Außerhalb von Apotheken dürfen nur so genannte freiverkäufliche Arzneimittel vertrieben werden. Welche Arzneimittel freiverkäuflich sind, ergibt sich aus den §§ 44 - 46 des Arzneimittelgesetzes und aus der Verordnung über die Zulassung von Arzneimitteln für den Verkehr außerhalb der Apotheken. Beispiele für freiverkäufliche Arzneimittel: Baldrian-Extrakt, Kamillen-Extrakt, Knoblauchöl, Pfefferminzwasser.

Für den Verkauf von freiverkäuflichen Arzneimitteln bedarf es der Sachkenntnis des Unternehmers oder einer mit der Leitung des Unternehmens bzw. Verkaufs beauftragten Person. Wer seine Sachkenntnis nicht durch Prüfungen und andere Nachweise (siehe hierzu §§ 10 und 11 der Verordnung über den Nachweis der Sachkenntnis im Einzelhandel mit freiverkäuflichen Arzneimitteln) nachweisen kann, muss eine Sachkenntnisprüfung vor dem Prüfungsausschuss der Industrie- und Handelskammer ablegen, in deren Bezirk sein Beschäftigungsort oder seine Aus- oder Fortbildungsstätte liegt oder der Bewerber seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat. Für den Bezirk der IHK Mittleres Ruhrgebiet mit den Städten Bochum, Herne, Witten und Hattingen werden diese Prüfungen von der IHK Essen, Mühlheim an der Ruhr, Oberhausen zu Essen abgenommen.

Information und Anmeldung

Weitere Informationen zum Thema "Einzelhandel mit freiverkäuflichen Arzneimitteln" finden Sie unter Merkblätter