Öffentliche Bestellung und Vereidigung

Voraussetzung für eine öffentliche Bestellung ist, dass in dem beantragten Sachgebiet in nicht nur unerheblichem Umfange Sachverständigenleistungen nachgefragt werden (sog. abstraktes Bedürfnis).

Die IHK überprüft die Antragsteller auf ihre persönliche und fachliche Eignung.
Es ist in einem Bestellungsverfahren unter anderem „Besondere Sachkunde“ nachzuweisen. Nach ständiger Rechtsprechung sind hierfür deutlich über dem Durchschnitt liegende Kenntnisse, Fähigkeiten und praktische Erfahrungen auf dem betreffenden Sachgebiet erforderlich. Ordnungsgemäße Berufsausübung reicht als Nachweis besonderer Sachkunde nicht aus.

Eine nähere Konkretisierung enthalten die von der IHK – Organisation verabschiedeten und vom Institut für Sachverständigenwesen e.V. (IfS) veröffentlichten fachlichen Bestellungsvoraussetzungen (www.ifsforum.de), die für viele Sachgebiete das Anforderungsprofil festlegen.

Die rechtlichen Grundlagen der öffentlichen Bestellung finden sich in
§ 36 Gewerbeordnung (GewO) und der Sachverständigenordnung (SVO) [pdf, 184 KB] der IHK Mittleres Ruhrgebiet.

Öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige zeichnen sich durch ihre besondere Qualifikation, Unparteilichkeit und Unabhängigkeit aus