Hochschul-Impuls für die Region

Die Hochschule Bochum ist jetzt mit einer Bewerbung im Verbund mit der Fachhochschule Dortmund und der Westfälischen Hochschule, Gelsenkirchen, unter die 20 Finalisten im Wettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung „FH-Impuls“ gekommen.

FH-Impuls richtet sich an forschungsstarke Fachhochschulen, die einen bereits vorhandenen Forschungsschwerpunkt mit hohem Transfer- und Umsetzungspotenzial ausbauen und ihr Forschungsprofil nachhaltig schärfen wollen. Dafür sind gezielte Vernetzungen und strategische Kooperationen mit der Wirtschaft, vor allem mit dem unternehmerischen Mittelstand in der Region, von zentraler Bedeutung.

Vor diesem Hintergrund unterstützt die IHK Mittleres Ruhrgebiet die Hochschulinitiative ausdrücklich. Aus IHK-Sicht passt der geplante Aufbau einer Hochschul- und Unternehmenspartnerschaft mit der Zielsetzung, umsetzungsnah einen Innovationsverbund von Fachhochschulinstituten und mittelständischen Technologieunternehmen aufzubauen, ausgezeichnet in das Ruhrgebiet als dynamischer Wissenschafts- und Wirtschaftsregion. Entsprechend hat die IHK Mittleres Ruhrgebiet gemeinsam mit den Kammern Dortmund und Nord Westfalen einen Letter of Intent formuliert, um der Initiative der Hochschulen zusätzlichen Rückenwind zu geben. Konkret geht es bei der Forschungspartnerschaft der drei Hochschulen mit der Bezeichnung „RuhrValley“ um Mobilitäts- und Energielösungen für Metropolregionen. Die geplanten Forschungsvorhaben adressieren zum Beispiel die Realisierung des öffentlichen Nahverkehrs durch Elektromobilität, die Bereitstellung von Fernwärme durch Geothermie sowie die Etablierung von Prüfverfahren und Testumgebungen für die Fahrzeugentwicklung.

Die erste Runde mit insgesamt 81 Bewerbungen haben die drei Hochschulen erfolgreich überstanden. Aus den aktuell verbliebenen 20 Bewerbungen werden bis zu zehn Partnerschaften für die Förderung von insgesamt 100 Millionen Euro ausgewählt.

Bei der Sitzung in der Kreishandwerkerschaft blickte der Mittelstandsausschuss über den IHK-Tellerrand hinaus auf die aktuelle Situation und Herausforderungen des Handwerks. Dabei informierte Kreishandwerksmeister Johann Philipps vor allem darüber, wie die Digitalisierung bereits seit Jahren Einzug in das Handwerk hält. Anhand von verschiedenen Beispielen wie Kalender für Kundenfahrdienste, digitale Arbeitszeitmessung, Digitalisierung der Rechnung, Entstörungsmeldungen für Blockheizkraftwerke und digitale Produktpräsentationen berichtete er aus der Praxis über entsprechende Veränderungen und gab Ausblicke auf Zukunftsszenarien. Auch das Thema Ausbildung kam zur Sprache und wurde abgerundet durch einen Rundgang durch einige Ausbildungswerkstätten.

Unter der Leitung des stellv. Ausschuss-Vorsitzenden Wilhelm-Berthold Schmuch (Mitte) tagte der IHK-Mittelstandsausschuss bei der Kreishandwerkerschaft Ruhr. Kreishandwerksmeister Johann Philipps (2. v. r.) und KHS-Geschäftsführer Johannes Motz (rechts) führten die Ausschuss-Mitglieder durch einige Ausbildungsstätten.
Foto: Kreishandwerkerschaft Ruhr