Studis on Tour

Bei Betriebsbesuchen erfahren Studierende der technischen Fakultäten normalerweise viel über betriebliche Abläufe, Prozess-Management und die Funktionsweise moderner Maschinen. Bei der ersten Auflage von „Studis on Tour“ am 4. Dezember war das anders: Bei dieser Besichtigung lernten 19 Maschinenbau-Studierende der Technischen Fachhochschule Georg Agricola und der Hochschule Bochum den Mittelstand als attraktiven Arbeitgeber in der Region kennen und erhielten Einblicke in die Tätigkeit eines Jungingenieurs. Durchgeführt wurde die Veranstaltung von der IHK Mittleres Ruhrgebiet und der EN-Agentur, der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Ennepe-Ruhr-Kreis.

Drei junge Ingenieure – Piotr Krupnik von J.D. Neuhaus aus Witten sowie Andreas Thierfeld und Martin Schwarz von der Maschinenfabrik Köppern aus Hattingen – berichteten über die Berufserfahrungen, die sie in den ersten Monaten ihrer Tätigkeit gesammelt haben, und schilderten, was die Arbeit bei einem mittelständischen Maschinenbauunternehmen auszeichnet. Schnell wurde deutlich, dass dort Generalisten gefragt sind, die von der Idee bis zur Auslieferung und Inbetriebnahme an einem Projekt mitarbeiten. Und da die meisten Kunden der besuchten Unternehmen im Ausland ansässig sind, stellt sich nicht die Frage ob, sondern wann man für die Firma im Ausland tätig ist.

Am Ende der Tour waren alle Beteiligten zufrieden: die Unternehmen mit dem starken Interesse und den regen Diskussionen mit den Studierenden, die Studierenden mit den neuen Einblicken und der Erkenntnis, dass es spannende Aufgaben für Ingenieure auch in der Region gibt, und die beiden Organisatoren mit dem Konzept. Deshalb wird die „Tour“ fortgesetzt: Unternehmen, die ebenfalls ihre Türen für Studierende öffnen möchten, wenden sich an Dr. Katja Fox, stellvertretende Geschäftsbereichsleiterin bei der IHK Mittleres Ruhrgebiet (E-Mail: fox@bochum.ihk.de).

Wolfgang Schütze (l.), Bereichsleiter Konstruktion und Prokurist der Maschinenfabrik Köppern, zeigte Studierenden und Dr. Katja Fox (2. v. l.), was für Maschinen von Hattingen aus in die weite Welt verkauft werden. © IHK Mittleres Ruhrgebiet/Jörn Kleinelümern