Inlandsnachfrage fängt Exportschwäche auf

Dank einer gestiegenen Inlandsnachfrage lagen die Industrieumsätze im mittleren Ruhrgebiet im ersten Halbjahr des Jahres 2012 mit 5,1 Milliarden Euro knapp (um 0,62 Prozent) über dem moderaten Vorjahresniveau.

Das geht aus Zahlen des Landesbetriebs Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) hervor, die von der IHK Mittleres Ruhrgebiet ausgewertet wurden. Datenbasis für IT.NRW sind die Unternehmen aus den Bereichen Bergbau und verarbeitendes Gewerbe mit mehr als 50 Beschäftigten.

Die Inlandsumsätze stiegen durch ein Plus von 3,5 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2011 auf 2,7 Milliarden Euro an. Gleichzeitig sank die Auslandsnachfrage um 2,5 Prozent auf knapp 2,4 Milliarden Euro. Der Rückgang bei den Ausfuhren überrascht nicht, liegen doch die Hauptabsatzmärkte der deutschen Industrie trotz aller Exportaktivitäten in Richtung USA und China immer noch deutlich in der Euro-Zone.

Besonders erfreulich im mittleren Ruhrgebiet sind die Entwicklungen im Bereich „Herstellung von Metallerzeugnissen“ (+ 10,7 Prozent) und im Maschinenbau (+ 6,8 Prozent), wobei auch in diesen Branchen die Inlandsnachfrage stärker als die Exporte zunahm. Nachdenklich stimmt der Rückgang im Bereich „Metallerzeugung und -bearbeitung“ (- 11 Prozent), da diese Branche als ein konjunktureller Frühindikator gilt, der einen Hinweis auf die weitere wirtschaftliche Entwicklung geben kann.