Wichtig für die Bahnhofstraße

Bianca Fatouros und Sven Bayer (beide stehend) von der Landmarken AG informierten über den Stand der Dinge bei der Entwicklung der Neuen Höfe Herne.
Bianca Fatouros und Sven Bayer (beide stehend) von der Landmarken AG informierten über den Stand der Dinge bei der Entwicklung der Neuen Höfe Herne.

Zwei bedeutende Investitionsvorhaben in der Herner Innenstadt waren Schwerpunktthema der Frühjahrssitzung des IHK-Wirtschaftsbeirates Herne am 29. Mai. Die für die Vermarktung des ehemaligen Hertie-Kaufhauses verantwortlichen Vertreter der Aachener Landmarken AG, Bianca Fatouros und Sven Bayer, präsentierten den rund 30 Unternehmensvertretern den aktuellen Stand rund um die Entwicklung der „Neuen Höfe Herne“.

Demzufolge steht nun nicht mehr ausschließlich der Bereich Handel im Vordergrund, das Konzept soll um Fitnessangebote und Hotelbetrieb ergänzt werden, wie es die Landmarken AG auf dem „1. IHK-Wirtschaftsforum Herne“ Ende März bereits angekündigt hatte. Die Verhandlungen mit Interessenten seien, so die beiden Referenten, zwar noch nicht abgeschlossen, aber bereits sehr weit gediehen. Anfang 2019 soll die Eröffnung der neuen Höfe erfolgen.

Gleichzeitig beteiligt man sich seitens der Landmarken AG auch an einem Wettbewerb zur Neugestaltung des zentralen Robert-Brauner-Platzes, der dadurch mehr Aufenthaltsqualität und Atmosphäre gewinnen soll. IHK-Vizepräsidentin Elisabeth Röttsches, Vorsitzende des IHK-Wirtschaftsbeirates, unterstrich, wie wichtig das Vorhaben für die Entwicklung der gesamten Bahnhofstraße sei. Mit dem IHK-Wirtschaftsforum Ende März im alten Hertie-Haus habe die IHK ein Zeichen der Unterstützung setzen wollen.

Weiter fortgeschritten sind die Bauaktivitäten und Vermarktungsbemühungen rund um das ehemalige Stadtwerkegebäude in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Neuen Höfen. Heinrich Beestermöller will mit dem Erwerb und der Entwicklung des Gebäudes qualitativ hochwertigen Wohnraum und Angebote für Menschen schaffen, die möglicherweise einer Betreuung und Pflege bedürfen.

Beestermöller ist der Überzeugung, dass die demografische Entwicklung ein wichtiger Treiber für das Wohnen in den Innenstädten der Zukunft sein werde. Die zentrale Lage, kurze Wege zu Ärzten und Apotheken sowie ein weit gefächertes Einzelhandels-Angebot seien die ausschlaggebenden Gründe, die auch ältere Menschen wieder in die Innenstädte ziehen ließen. Die zentrale Lage Hernes, insbesondere die herausragende Anbindung an die Ruhr-Universität, sei seiner Auffassung nach attraktiv für Studierende der Bochumer Hochschulen. Zusätzlich sei ihm im Rahmen der Gebäudesanierung wichtig, dass das Gebäude CO²-neutral bewirtschaftet werden könne.

Ein weiterer Baustein, der die Aufenthaltsqualität in der Herner Innenstadt positiv beeinflussen soll, ist die Einrichtung eines „Café Extrablatt“ in seiner Immobilie. Beestermöller betonte, dass hierdurch das Angebot im Bereich Gastronomie in diesem Teil der Innenstadt um einen wichtigen und attraktiven Player – auch mit Blick auf die Studierenden – ergänzt werde.